Das Thema Umweltschutz insgesamt, und speziell die Landwirtschaft, die Reduzierung von Plastik, die Rettung und Erhaltung der Seegras-Wiesen und die Erhaltung der biologischen Vielfalt (Biodiversität) sind im Moment die vorrangigen Themen im Gemeinderat (Consell):
28.9. Ab 20.3. wird der Verkauf von nicht recyclebarem Plastik auf den Balearen verboten. Das teilt das Umweltministerium der Regierung in Palma mit. Dieses Gesetz ist ein “ Pionier-Projekt“in Spanien und verbietet den Verkauf von Plastiktellern, -Bechern,-Bestecken oder Tabletts, die sogenannten Einwegartikel in der Gastronomie. Auch die Plastik-Ringe auf Getränke- Brik- Verpackungen, an den Verschluss- Deckeln sind ab diesem Datum verboten.
29.9. Das eigenartige Jahr 2020 trifft auch die Olivenernte. Diese Bäume gehören zu der Kategorie, die ein Jahr ganz viel Früchte tragen, und im nächsten Jahr fast gar keine. Und dieses Jahr gibt es sehr wenig. Aber die Oliven-bauern bestätigen eine außergewöhnliche Qualität. So gleicht sich alles wieder aus: die Preise steigen sicher, aber das Olivenöl ist auch hochwertiger.
30.9.Die Schädlingsbekämpfung geht weiter. Vor allem gegen die sogenannte „procesionaria del Pino“.Eine Plage, die vorwiegend die Zone in Es Cap de Barbaía befallen hat. 2007 sah man den Schädling zum ersten Mal. Er richtet großen Schaden in den Pinienwäldern an. Im Oktober startet eine neue Campagne mit einem Spezialflugzeug, das die Dosis des Pestizides kontrollieren kann. Man spricht zwar von “ fitosanitären biologischen Mitteln ( als sei es ein „ökospray) und man hat auch eine Schonzone, wo die Bauern ihren öko – Anbau haben und die Bienenzúchter ihre Kästen. Aber mein Honiglieferant sagt, dass es im nächsten Jahr schlecht aussähe mit Honig, weil die Bienen sterben. Man kann nicht sagen, ob es mit der Schädlingsbekämpfung zu tun hat. Die Múcken stört das offenbar gar nicht, denn nach dem grossen Unwetter vor zwei Wochen, überzogen schwarze Wolken von Mücken die gesamte Insel.
2.10. Die Ibizenker Wissenschaftlerin, Dr.der Biologie, Antonia Maria Cirer erklärt klar und deutlich, dass die Eidechsen auf den Pitiusen in 20 Jahren ausgestorben sein werden, wenn die Invasoren-Schlangen nicht so schnell wie möglich ausgerottet würden. In ihrem gerade neu aufgelegtem hochinteressantem Buch „Ibiza und Formentera, Eidechsen und Inseln“ ( englisch, castellano und catalán) schreibt sie über die “ Podarsis pitysensis“. Diese Arten (23 verschiedene auf Formentera) leben wie „Eingeborene in Quarantäne“ hier, schon bevor der Mensch kam. „Sie sind die wirklich Einheimischen auf der Insel. Alles Andere hat der Mensch mitgebracht“, sagt sie.
Und jetzt plötzlich hat der Tourismus -Mensch auch die Schlangen eingeführt. Es hat sie nie gegeben, obwohl die Griechen Formentera „Ofiusa“ – die Schlangeninsel nannten. Aber erst mit der neuen Mode, der Dekoration mit Oliven-Bäumen vor den Restaurants oder in Apartmentanlagen, wurden sie eingeschleppt, wie blinde Passagiere, weil sie in den Löchern der knorpeligen Baumstämme überwinterten. Und dadurch ist jetzt das Ökosystem auf der Insel aus dem Gleichgewicht geraten.
“ Katzen und Möwen sind keine wirklichen Feinde im Sinne von “ Ausrottung“, erklärt die Biologin. Aber diese Schlangen, die sich wunderbar wohlfühlen im Unterholz auf La Mola, sind in der Lage, die einheimische Eidechse unwiederbringlich auszurotten auf Formentera und Ibiza. Cirer ist der Meinung, obwohl schon Maßnahmen von der Insel-Regierung ergriffen wurden, dass gesetzartige Verordnungen für Besitzer von Grundstücken und Waldgebieten auferlegt werden müssten, Fallen aufzustellen. Regelrechte Großkampagnen sollten gestartet werden, damit diese kleinen Pitiüsen- Urtiere eine Überlebenschance haben. Einige stehen schon unter Arten- Schutz.
Die langjährigen Forschungen, wie die Posidonia oceánica und speziell die Seegraswiesen vor Formentera erhalten werden können hat dazu geführt, dass eine Gruppe von Spezialisten- durch die europäische Kommission ausgewählt- ein online-Treffen realisiert. Man möchte die getroffenen Massnahmen der Balearen-Regierung und speziell die Formenteras kennenlernen. Diese „Erhaltungs- Politik“ wird seit 2007 im „Save Posidonia- Projekt“ erfolgreich praktiziert.
Ziel des Treffens in Linie „Posidonia Network“ ist es, die Art und Weise der Erhaltung kennen zu lernen. Vor allem den Service der Bewachung und das korrekte Ankern, überwacht durch spezialisiertes Personal. Weiterhin ist die Aufklärung über die Wichtigkeit des Seegrases für das gesamte Mittelmeer ein Punkt im Programm.
„Posidonia Network“ wurde bei einem internationalen Treffen von Ländern der Europäischen Gemeinschaft in Griechenland 2019 gegründet, wo sich vor allem Anliegerländer des Mittelmeeres trafen. Das prinzipielle Interesse ist es, eine Strategie auszuarbeiten, um dringend internationale Richtlinien fúr den Schutz der lebensnotwendigen Seegraswiesen festzulegen.
Das Treffen wird von renommierten Umweltorgaisationen wie WWF, Med. Pan etc. unterstützt. Der Gemeinderat Formenteras spielt eine herausragende Rolle bei dem Treffen, da sie in ihren Erfahrungen und Erfolgen zu diesem Thema am fortgeschrittensten sind
In diesem Zusammenhang gibt es elf Wettbewerbe um ein Save- Posidonia-Projekt, das dieses Jahr mit 112.000€ dotiert wird.
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