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Anna Ametller stellt im Kultur-Zentrum „Gabrielet“ aus.

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„Sommer“, nennt Ana Ametller ihre neue Ausstellung.

So schlicht der Name „Sommer“ estiu, so groß sind ihre kleinen Werke. „In der Beschränkung zeigt sich der Meister“. Diesen Satz hat die Katalanin Anna Ametller (Ametje) bis zur Meisterschaft verwirklicht.

Für sie ist der Begriff Sommer immer mit ihrer Kindheit verbunden, erzählt sie mir. „Barcelona, Costa Brava, Mittelmeer, Segelschiffe, Horizont, Fische, Sterne…“ Das alles verbindet sie mit den Ferien in ihrer Jugend.

Und das Erste, was mir beim Anblick ihrer neuen Kollektion auffällt, sind diese fröhlich-kindlichen, Optimismus verbreitenden Werke.

Ametller arbeitet mit dem, was ihre Umwelt auch jetzt im Sommer ist, was das Meer so an Land spült. Denn sie lebt hier auf Formentera auf einem kleinen 6 mtr. Segelboot zwischen Cala Embasté und Es Pujols. Alles, was sie am Strand findet, verarbeitet sie: Holz, Metall, Plastik, also auch recycling. Ihre Motive sind so interessant, weil sie, wie hier auf den Fotos, fast wie Zeichnungen erscheinen, zierlich und leicht. Aber es sind dreidimensionale Skulpturen an der Wand. Alles fast in Miniatur. Die Fische hängen fröhlich an unsichtbaren Fäden und sind oft nur punktgross. Die Objekte sind etwa 20- bis 30cm gross. Die Themen der Künstlerin sind Sommerfrüchte und die Motive aus ihrer Erinnerung und ihrem schlichten, aber sehr interessanten Leben jetzt hier auf der Insel. Ihre Arbeiten scheinen zu Skulpturen gewordene Geschichten.

Skulpturen an der Wand
Draht, Holz, Fische aus Sepiaschalen
Holz, Metall und Plastik
Kaktus, ein beliebtes Motiv
Die fische sind aus angespülten Sepiaschalen

Anna Ametller lebt seit zehn Jahren hier auf Formentera und ihre Ausstellungen sind immer wieder ein sehr positives Erlebnis, sie hat bereits einen festen Kunstsammler- Stamm. . Dieses Mal ist es eine Retrospektive. Ausser diesen Miniskulpturen hat sie auch große sehr imposante Objekte.

Dieses Dampfschiff ist ein kleines Meisterwerk. Treibholz als Basis, hat sie aus einem angespülten Baumstamm diesen antiken Dampfer kreiert. Die Wolken, oder der „Dampf“ ist oxidiertes Metall eines alten Ölfasses.

Die Skulptur des „higo chumbo“ ist ein oft wiederkehrendes, faszinierendes Motiv für die Künstlerin.

Aber auch Sommerfrüchte: Zitrus-Motive, sowie Melonen inspirieren sie. Es sind bearbeitete Holzblöcke. Die Schale ist in einer Skulptur z.B. aus einem Stück angespültem grünen Gartenschlauches.

Die Ausstellung im Zentrum Gabrielet ist noch bis zum 1o, 7. zu besichtigen. Von 10.30h – 14.00 und von 18.30h bis 21.00h, täglich.

Eine originelle Eintragung in einem kleinen ausliegenden Gästebuch hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Eine Besucherin wurde von den Melonen-Motiven in der Covid-Zeit mit Maskenzwang inspiriert. Hier ihre Idee und die gleichzeitige Anerkennung der herrlichen Exposition von Anna Ametller.

herrlich, oder??
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Barbara

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Barbara

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