Ein schönes und zufriedenes Weihnachten 2020!

Genau im richtigen Moment kam mir ein unter die Haut gehendes documental- video ins Telefon geflattert. Yvan Butler- Regisseur- dokumentiert 1973 einen Film, den er „Brief von Formentera“ nennt. Er bezieht sich auf das Formentera der Sechziger Jahre, als junge Amerikaner vor dem Vietnamkrieg nach Europa flüchteten und sich u.a. hinter zwei Inseln auf Formentera „versteckten“. Ibiza hatte zu dieser Zeit schon fama als Insel der Intellektuellen, der Künstler und Aussteiger. Aber Formentera war noch jungfräulicher, ruraler und die Flüchtlinge von damals fühlten sich sicher hier. Pepe, Julians Vater, ein avantgardistischer und vorausschauender Mann gab ihnen Unterkunft, Essen und Sicherheit. Es war eine schwierige Zeit, vor allem für die jungen Amerikaner. Wer es sich nicht leisten konnte, einen Scheck von seinen Eltern jeden Monat zu bekommen, musste in den Krieg. Einer der grausamsten überhaupt.

Und Butler hat es in dem Film so eindrucksvoll dargestellt: Das Grauen auf der einen Seite, und die rurale Stille Formenteras. Mit den hippies der damiligen Zeit, den wirklichen flower- power- Praktikanten. Maler wie Sioma und Bela Baram, deren Haus wir hier noch haben, die jüdischen wunderbar sensiblen Künstler sieht man ihre Ikonen malen.

Oder Mark Tara, der belgische Maler und Cesar, der u.a. den Bronce-Hund im Centro Gabrielet gestaltet hat- sie haben uns in diesem Jahr verlassen. Aber ihre Kinder sind die Erwachsenen von heute, die jetzt in der Zeit des Covid19 zwar auch eine schwierige Zeit durchmachen. Aber es ist eine Reflektion wert, wenn wir bedenken, dass wir keinen Krieg im Hintergrund des momentanen Geschehens haben. Denn sonst wären heute unsere Söhne und Enkel im Krieg! Und so gesehen, wollen wir dankbar und zufrieden dieses Weihnachtsfest annehmen wie es auch sei. Nichts kann uns mehr aus der Fassung bringen als dieser grauenvolle Gedanke.

Ich wünsche Euch allen ein stilles, friedliches Fest. Ohne Klage, ohne Wut, ohne Verzweiflung. Einfach gelassen ibleiben. Denn so betrachtet ist die Situation zwar nicht rosig, aber auch nicht zum Verzweifeln.

Ich lasse jetzt einen Schutzengel zu Euch über den Teich flattern, von hier zu Euch. Er soll über Euren Häusern wachen, damit alles Traurige, Nichtsnutzige und Schlechte vor der Tür bleiben möge!

Made in Formentera.

Frohe Feiertage und danke Euch, dass wir, die „babu-Familie“ diese schwere Zeit gemeinsam durchstehen können. Gesund und in Frieden. Mit ein paar neuen interessanten Redaktionen während der Festtage, hoffe ich.

und ich versuche, Euch diese Perle von video später hochzuladen. Aber diesen Brief hier sollt Ihr noch morgen auf dem Weihnachtstisch haben!

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Barbara

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