Im Alten Rathaus in San Francisco gibt es eine sehr interessante Ausstellung über die Restaurierung von vier Amphoren aus dem I. Jhd. v,Ch. Diese hatte ein formenterensisches Fischereiboot vor einem Jahr südlich von Cap de Berbería außer ihrem Fischfang plötzlich im Netz. Man übergab den Fund dem archäologischen Museum von Ibiza und Formentera.
Jetzt kann man sehr aufschlussreich in dieser Dokumentations-ausstellung sehen, wie die Restauration von einem 2000 Jahre alten Fund, aus der Römerzeit, vor sich geht:
nach der langen Zeit im Salzwasser haben sich Verkrustungen angesetzt. Die Amphore muss jetzt vorsichtig “ entsalzt“ werden, So bleibt sie erstmal 2-3 Monate im Salzkonzentrat des Meeres und nach und nach wird langsam solange Süßwassersee zugegeben, bis die Gefahr der Salzkristallisierung langsam neutralisiert ist.
Experten und viele einzelne Schritte sind nötig, um die fachgerechte Konservierung, die Restaurierung, das Alter des Fundes, die Herkunft und andere historische Fragen zu erforschen.
Ist der Anpassungsprozess beendet, wird das Fundstück von Verkrustungen und Resten der Jahrtausende unter dem Meer gereinigt. Die Instrumente erinnern an die eines Zahnarztes, damit sehr vorsichtig langsam die ehemalige Form wieder zum Vorschein kommt.
Die dritte Amphore war in einem schlechteren Zustand. Deshalb musste sie fachgerecht wieder zusammengesetzt werden. Man ist nicht interessiert, dass dieser Prozess den Schaden unsichtbar macht. Vielmehr sucht man ein Material, das sich dem der Amphore anpasst und der Betrachter damit diesen Prozess sehr gut versteht.
Die vierte Amphore war so perfekt erhalten, dass man sogar den Stempel erkennen konnte, welche Manufaktur und wo sie hergestellt wurde. Das sind natürlich hervorragende Fährten für die Archäologen, um Genaueres über den Hergang in seiner Gesamtheit zu erforschen. In diesem Falle waren es Gefäße, von der südlichen iberischen Halbinsel, zwischen 50 v.Chr. und dem ersten.Jahundert n. Chr. hergestellt- in der Epoche des Imperium Romanum, der Römerzeit.
Die Museums-Angestellte Susanna Urkula ist eine sehr wichtige Person, die fachmännisch und gut informiert durch die Geologen, Experten in Amphoren- Restauration, geschult wurde. Sie macht es mit so viel Begeisterung und Elan, dass es wirklich Spaß macht, die Ausstellung im Galeriesaal des Rathauses zu besuchen. Voraussetzung sind allerdings Spanisch-Kenntnisse.
Sie erzählte mir auch, dass die Forscher sogar herausgefunden haben, was in den Gefäßen transportiert wurde und dass das Schiff wahrscheinlich durch ein Unwetter diese Amphoren verloren hat, oder sogar ein Schiffsunglück passiert sein musste. Ich habe daraufhin etwas recherchiert und bin zu hochinteressanten, spannenden Ergebnissen gekommen. Aber dieses Geheimnis, was in den antiken Gefäßen transportiert wurde, werde ich in einem nächsten Artikel erzählen.
Unter dem Meer– Exposition im Alten Rathaus, San Francisco neben der Kirche. Noch bis zum 25.9. Öffnungszeiten: montags 19.00-21.00h, dienstags von 11.00 bis 14.00h und von 19.00-21.00h. Sonntags geschlossen.
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