
Ich wollte es genauer wissen, denn das Foto im Rückspiegel der letzten Woche war mir nicht genug. Also habe ich beschlossen, heute selbst hinzugehen und Euch eine kleine Foto-Reportage zu bringen.
Wenn ich am Kiosk von Es Ministre bin und mich dann in Richtung Es Trucador bewege, habe ich das Gefühl, ich verlasse die Zivilisation und begebe mich in ein Gebiet, wo der heilige Gral versteckt ist. Eigentlich gehe ich erst so Ende Februar, weil dann am Ende der Insel große Flächen voll mit den kleinen gelben Bodendeckern mitten in der „Sandwüste“ so üppig wachsen und einen herrlich lieblichen Duft nach Honig verbreiten. Ich nenne sie „die Gebetsteppiche“ weil sie tatsächlich auch die Form von gigantischen Blumen- Teppichen haben.
Heute war es noch extremer. Ein starker Ostwind- seit Tagen schon- vermittelt eher das Bild einer Wüstenlandschaft.

Der Anblick macht einen beunruhigenden Eindruck. Es ist wie ein Warnhinweis, nicht viel weiter zu gehen. Und das aufgewühlte Meer heute unterstreicht das Ganze noch.
Wild-romantisch der Anblick. Aber wir wollen hoffen, dass die Schwarz-Seher, die nun gleich wieder den Klima-Wechsel ins Spiel bringen, nicht recht behalten. Sondern dass es einfach ein Natur- Phänomen ist, das sich ereignet, wenn wir orkanartige Stürme haben. Und im Januar hatten wir fünf hintereinander! Allerdings ist eins logisch: die Landzunge nach Es Trucador ist null Grad zum Meeresspiegel. Und wenn man die Grafiken sieht, wie die Küste in den letzten Jahren abgetragen wurde und gleichzeitig der Meeresspiegel durch den Klimawechsel steigen wird, können wir davon ausgehen, dass in nicht allzu langer Zeit dieser Fjord das Ende Formenteras sein wird. Die Landzunge mit seinen herrlichen Blumen-Teppichen wird eines Tages und für immer im Meer untergehen. Aber es bleibt zu hoffen, dass wir noch viele Jahre diesen “ heiligen Gral“ besuchen können.
Das Natur- Monument von Johannes Schultz, mit seinen Steinen zweifellos eine Attraktion, wurde von Umweltschützern abgerissen. Denn sie sagen, dass diese Steine, die Johannes in jahrelanger Arbeit zusammengetragen und ohne ein Gramm Zement fast künstlerisch zu Figuren zusammenfügte, sind eben genau diese Steine, die die Küste schützen sollen. Natürliche Wellenbrecher, sozusagen. Aber mir gefiel die Geschichte mit der Göttin Artemisa, die er dazu erfunden hatte. Dieses historische Märchen war in einer Plastikfolie wasserdicht aufbewahrt und für jeden zu lesen, der dorthin kam.
Und als ich zurück ging, fand ich tatsächlich zwischen tausend kleinen Muscheln den Schatz in meinem“Gral“. Und den schicke ich Euch mit einer großen Umarmung von der kleinen Insel!

Ein Stein-Herz in der Unendlichkeit des Strandes! Natur pur. Mit allen guten Wünschen für eine erfolgreiche Woche! Wie ein Talisman soll es wirken! Passt gut auf Euch auf. Wir haben uns hier noch „einen Zacken“ mehr eingeschränkt, damit die Saison hoffentlich stattfinden kann und Ihr Euch selbst von dem Stadium des Fjordes überzeugen könnt. Ich glaube, wenn es warm wird, und das Wasser verdunstet, wird die geteilte Insel wieder Eine sein! In diesem Sinne: schöne Woche!
Vielen lieben Dank Barbara für deinen interessanten Bericht und die eindrucksvollen schönen Fotos mit Video! Ich freue mich immer wieder auf Neuigkeiten von der Insel und bin glücklich, daran teilhaben zu dürfen.
Wunderschön Barbara, vielen Dank!
Liebe Barbara,
toller Bericht über eine der schönsten Ecken der Insel. Die blaue Göttin schickt bestimmt bald wieder ihre Sandkinder und macht den neuen Freus wieder anders!
Hanne-Lore P.
Tolle Fotos und Dein Bericht, vielen Dank. LG
Danke
Vielen Dank für deine Mühe. Du machst mit deinem Babu-Blog vielen Menschen eine große Freude!
Ich freue mich schon heute auf deinen nächsten Beitrag. Gruß aus dem verschneiten Bremen.
Nicola,Detlef,Betina,Hannelore und Dirk, Ihr glaubt nicht, wie mich Eure dankbaren Zeilen anspornen. Ich weiß, was es bedeutet, nicht hier sein zu können und sich mit den Fotos und Beiträgen zufriedengeben zu müssen. Aber ich sehe immer die helle Seite des Lebens. Und deshalb im Moment ist es besser als gar nichts. Und ich bin schon wieder dabei den nächsten Artikel vorzubereiten. Es macht mir Freude, weil ich merke, dass ich damit helfen kann, Euch das Inselleben ein bisschen zu erhalten, wenn auch nur digital. Danke Euch allen für diese so herzlichen Grüsse! Bis gleich- bin schon am Schreiben.Gruss von dem kleinen Felsen.
Als Antwort auf Hans-Joachim.
Hans-Joachim, entschuldige, Du bist in letzter Minute erst in die Kommentare gekommen! Aber ich meine Dich natürlich auch und sage Dir vielen Dank für Deinen Kommentar!Euer feedback ist für mich ein Beweis, dass der blog wächst und wächst durch Eure Mund-zu Mund- babu-Buschtrommel- Propaganda!Super! Danke!
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